Körper, Bewegung und Gesundheit

Bewegung ist die Voraussetzung für Bildung, denn Erfahrungen lassen sich nur in einer bewegten Auseinandersetzung mit der Umwelt machen. Das Greifen wird zum Begreifen und Ergreifen, das Fassen zum Befassen und Erfassen. Die Entwicklung von motorischen Fähigkeiten eröffnet immer auch neue Horizonte für Fühlen, Wahrnehmen, Handeln und Denken. Kriechen, Rutschen und Rennen befähigen nicht nur zur Beherrschung des eigenen Körpers, sondern ermöglichen auch Erfahrungen für die Entwicklung neuer, abstrakter Denkstrukturen. Die Bedeutung von Begriffen wie „hinein“ und „hinaus“, „hoch“ und „herunter“ erfahren und lernen kleine Kinder in Bewegung. In gleicher Weise wird das spätere Erlernen komplexer Bewegungsabfolgen (Turnen, Radfahren) dadurch bedingt, dass ein Kind seine Bewegungsabfolgen planen kann. Wie Essen, Trinken und Schlafen ist Bewegung ein Grundbedürfnis und damit Voraussetzung für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung eines Kindes und für sein gesundes Aufwachsen. Das Bedürfnis von Kindern nach Bewegung ist über den Tag verteilt sehr unterschiedlich. Jedes Kind braucht sein Maß an Bewegung und muss dieses im Laufe des Tages gemäß seinem individuellen Bedarf ausleben können. In gleicher Weise braucht es sein individuelles Maß an Ruhephasen, um sich nach bewegungsintensiven Phasen wieder zu erholen und Erlebtes zu verarbeiten. Gut gemeinte Hilfestellungen fördern nicht die motorische Entwicklung, sondern bergen die Gefahr von Verunsicherung. Niemand muss Kindern zeigen, wie sie Krabbeln, Sitzen, Aufstehen oder Laufen lernen können. Kinder können sich selbst die Aufgaben stellen, die sie für das Erreichen ihrer nächsten Entwicklungsschritte bewältigen müssen. Um ihre körperlichen Fähigkeiten in der ganzen Bandbreite zu entfalten, brauchen Kinder allerdings einen abwechslungsreichen Bewegungsraum mit vielfältigen Übungs- und Erfahrungsgelegenheiten, in dem Möglichkeiten und Grenzen von Körperbeherrschung getestet werden können.
Ziel:
Unser Ziel ist es, den Kindern ganzheitlich Chancen zur Bewegung zu ermöglichen und sie dafür zu motivieren ihren Körper kennenzulernen und einzusetzen. Ziel der ernährungspädagogischen Arbeit ist es, Kindern die Signale ihres Körpers zu vermitteln und sie zu einem regelmäßigen, verantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit Nahrung zu befähigen.
Die Gestaltung und Nutzung der Innen- und Außenräume in unserer Einrichtung ist darauf ausgerichtet, die motorische Entwicklung eines Kindes unter drei Jahren anzuregen. Rennstrecken, Kletterbereiche und Bodenspielflächen sind daher immer verfügbar. Grobmotorische Bewegungsmuster wie Strampeln, Krabbeln, Kriechen, Hüpfen und Laufen können durch interessante Kletterlandschaften und Bewegungsspiele gefördert werden. Erfahrungen von Schaukeln, Klettern und Fallenlassen bilden die Grundlage für eine gute Körperbeherrschung. Im bewegten Spiel mit Bällen, Papier oder anderen Materialien sowie Gebrauchs- und Haushaltsgegenständen können Kinder feinmotorische Fähigkeiten von Händen und Fingern wie Greifen, Loslassen, Schütteln und Rollen, Einfüllen, Auf- und Zumachen erproben.
Je mehr Gelegenheiten ein Kind zum Üben und Ausprobieren hat, desto sicherer und geschickter wird es mit seinem Körper umgehen. Für ein Baby heißt das, möglichst oft auf einer Krabbeldecke kräftig strampeln zu dürfen. Interessante Gegenstände wie Bälle oder an einer Schnur aufgehängte Alltagsgegenstände bieten Anregungen, um die Greifsicherheit der Hände und die Trittsicherheit der Füße zu verbessern.

Die Zubereitung und der Verzehr von abwechslungsreichen Speisen stillen nicht nur Hunger, sondern bieten Kindern vielfältige Anregungen zum Fühlen, Riechen und Schmecken wie auch zum Experimentieren mit unterschiedlichen Küchenutensilien. Das Essen mit Besteck fordert die feinmotorischen Fähigkeiten heraus. Kinder merken, dass sie eigene Vorlieben für Nahrungsmittel haben, die von anderen Kindern geteilt oder auch nicht geteilt werden. Gemeinsam essen stärkt das Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe und bietet vielfältige Bildungs- und Sprechanlässe – zum Beispiel zu Geschmack, Herkunft oder Temperatur von  Nahrungsmitteln.

In der Erprobung des eigenen Körpers entwickeln Kinder ihre motorischen Kompetenzen. Sie lernen, sich gegen die Schwerkraft zu behaupten, sich fortzubewegen und gezielt auf die Umwelt einzuwirken. Sie lernen, den Dingen auf den Grund zu gehen, Grenzen zu erfahren, Schwierigkeiten zu überwinden und selbstständig zu werden. Sie spüren ihren Körper bei der Veränderung von Atmung, Herzschlag und Schwitzen. Motorische Entwicklungsfortschritte erleben Kinder dabei ganz bewusst: zum ersten Mal allein durch den Raum laufen, auf einen Stuhl klettern können, mit dem Roller fahren. Körpererfahrungen sind immer auch Selbsterfahrungen. Sie stärken die Selbstständigkeit, das Selbstbewusstsein und die Unabhängigkeit eines Kindes, denn sie sind mit einem hohen Maß an erlebter Selbstwirksamkeit verbunden.

Flache Podeste und schräge Ebenen ermöglichen Kindern, Höhenunterschiede zu erfahren und Entfernungen abzuschätzen. Freies Sitzen, Kopfhaltung und Gleichgewicht sind bei Tanz- und Singspielen gefordert. Auch nach der Bewältigung des sicheren Gangs hört die Aneignung von weiteren Bewegungsfertigkeiten nicht auf: Rückwärts laufen, im Kreis drehen, Treppen steigen, hüpfen und springen, auf einem Bein stehen und balancieren sind nur einige Beispiele für Entwicklungsaufgaben bis hinein ins Kindergartenalter.

Kinderkrippe Sonnenschein e.V.

Braunstraße 22
38122 Braunschweig
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