ethische und religiöse Fragen

Die Bedeutung von Beziehung und Bindung, die Entwicklung von Persönlichkeit und Individualität und die großen Fragen von Anfang und Ende, Leben und Tod sind Grunderfahrungen menschlicher Existenz.
Schon von klein auf spüren Kinder Glück und Trauer, Geborgenheit und Verlassenheit, Vertrauen und Angst. Dies sind existentielle Erfahrungen, die von kleinen Kindern intensiv erlebt werden. Schon kleine Kinder wollen die vielfältigen und widersprüchlichen Erfahrungen ihrer Existenz ordnen, sie in einen sinnvollen Zusammenhang bringen und damit Unsicherheit reduzieren. Kinder, die sich fragen, warum Opa gestorben ist oder wieso sich die Eltern getrennt haben, brauchen uns in der Kinderkrippe als einfühlsame Dialogpartner, die sich mit den philosophischen und religiösen Fragen der Kinder auseinandersetzen können. Authentisches Handeln erfordert hier, dass wir unsere persönliche Haltung zu ethischen und religiösen Fragen kennen und auch im Kontext unseres pädagogischen Handelns reflektieren können.

Die philosophische und religiöse Bildungsarbeit greift die spezifischen Fragestellungen kleiner Kinder auf. Sie fängt nicht erst da an, wo man einem Kind etwas mit Worten erklären kann. Sie beginnt dort, wo das Kind Interesse, Wertschätzung, Zuneigung und Respekt für die ihm eigene Würde erfährt. Sie vermittelt Vertrauen und Zuversicht. Worte und Verstehen kommen erst später.

Ziel:
Unser Ziel ist es, den Kindern Offenheit und Achtung gegenüber anderen Kulturen und Religionen, sowie Bräuchen, Sitten und Festen zu vermitteln.
Das Umfeld eines jeden Kindes wird in der einen oder anderen Weise geprägt von religiösen Themen, Ritualen, Festen, Traditionen und Glaubenszeugnissen. Diese nehmen Kinder mit allen Sinnen auf. Zur Tradition und Geschichte unseres Landes gehört das Christentum. Mit der Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern wurden auch Inhalte aus anderen Weltreligionen ein Thema unserer Gesellschaft. In der Kinderkrippe begegnen sich Kinder und Erwachsene unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion. Offenheit und Achtung gegenüber anderen Kulturen und Religionen werden hier von klein auf gelebt. Kinder lernen andere Gewohnheiten, Bräuche und Erklärungsmuster kennen.
Krippenkinder brauchen Rituale zur Orientierung und Strukturierung ihres Alltags. Kinder brauchen Stille und Gelegenheit zur Ruhe zu kommen, sich zu besinnen und die vielfältigen Erfahrungen innerlich zu verarbeiten. Lieder, Gesten, Geschichten oder Sinnsprüche helfen Kindern, ihr Erleben auszudrücken. Feste ermöglichen die Erfahrung von Gemeinschaft, die Unterbrechung des Alltags und das Bewahren kultureller Traditionen. Feste sind Höhepunkte im Jahresablauf und ihre Gestaltung sind in der pädagogischen Arbeit der Kinderkrippe verankert. Wir sind nicht religiös gebunden.

Sowohl die Ethik als auch die Theologie befassen sich mit den Kriterien für gutes und schlechtes Handeln sowie der Bewertung von Motiven und Folgen dieses Handelns. Sowohl Ethik als auch Religion begründen damit Normen und Werte, die das Zusammenleben von Menschen prägen. Kinder brauchen die Auseinandersetzung mit diesen Normen und Werten. Schon Kinder unter drei Jahren handeln die Ziele und Regeln ihres Alltags spielerisch aus: Was wollen wir? Was ist gerecht? Wir helfen den Kindern nicht zuletzt durch unsere Vorbildfunktion, Wertmaßstäbe zu entwickeln. Als Orientierung dienen dabei unsere eigenen, reflektierten Wertvorstellungen. Wir ermöglichen es den Kindern, ethische und religiöse Werte wie Mitgefühl, Gerechtigkeit, Helfen, Teilen, Achtung und Vergebung zu erfahren, zu erproben und einzuüben.

Kinderkrippe Sonnenschein e.V.

Braunstraße 22
38122 Braunschweig
Telefon: 0531/ 48 27 107
Telefax: 0531/ 60 94 87 97
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